AlpenCross 2006

BRENNER – TRAMIN 422,19km / 12143hm
Via Brenner , Schlüsseljoch, Pfundererjoch, Astjoch, Schneebergscharte und Eisjöchl

Teilnehmer:
Marc Kötter                          (MTB-Team Radkappen Maintal)
Michael Mastroserio             (Riegelhof Racing Team)

 

__________________________________________________________

Samstag, 05.08.2006 Anreise + Brenner - Enzianhütte / 1. Etappe

Brenner - Silbergasser - Zirogalm - Enzianhütte

Distanz : 11,19 km

Höhenmeter : 584

Dauer : 01:09:11 Std.

Höchster Punkt : Enzianhütte 1998m

Was für ein Sommer! Seit Mitte Juni bis Ende Juli Hitze ohne Ende und nun das - tagelanger Regen, im Karwendel und den österreichischen Alpen Schnee bis auf 1800m. Genau dort, von Garmisch aus durchs Karwendel, in Österreich durch die Zillertaler und Tuxer Alpen, sollte eigentlich unser diesjähriger Alpencross führen. Also haben Michael und ich 1 Tag vorher eine Alternativ-Route basteln müssen. Den Start verlegten wir einfach an den Brenner, daran sollten 3 Tage Rundtour durchs nördliche Südtirol anschließen um am 4. Tag an unsere Original-Route ab Sterzing anzuknüpfen.

So standen wir am Samstag um 17:30 Uhr am Bahnhof Brenner auf 1400m Höhe und schauten gen Süden. Gefiel uns gar nicht; viele viele graue und schwarze Wolken, aber auch etwas Sonne. Also ab auf die Bikes und die Straße runter gerollt. Das Ziel für heute lag genau knapp 12km entfernt auf der anderen Seite des Brenner, die Enzianhütte. Von Innsbruck aus hatte ich telefonisch ein Zimmer dort oben reserviert.

Am Abzweig Silbergasser ging’s schließlich unter der Brenner Autobahn hindurch und nach oben. Ein sehr gut fahrbarer Weg, zuerst Asphalt und ab km 5 feiner Schotter. Nie zu steil und zu schwer. Trotz der bescheidenen Temperaturen von knapp 14 Grad wurde uns ziemlich warm. Ab der Zirogalm konnte man die Hütte schon sehen, aber da waren noch einige Höhenmeter zu bewältigen. Das war aber recht schnell geschafft und so standen wir nach gerade mal 1:09 Std. vor der Enzianhütte auf knapp 2000m.

Ich kannte die Hütte von seinem ersten Alpencross 2003 und hatte sie als gemütliche, wenn auch in die Jahre gekommene Hütte in Erinnerung. Die Überraschung folgte innen -alles war neu renoviert und in hellem Holz ausgekleidet. Schöne, saubere Zimmer mit guten Betten. Das Abendessen mit typisch Trentiner Spezialitäten ebenfalls bestens, und so konnte der nächste Tag mit zwei hohen Übergängen kommen!

 

_____________________________________________

Sonntag, 06.08.2006 Enzianhütte - Vintl / 2. Etappe

Enzianhütte - Schlüsseljoch - Fussendrass - Pfundererjoch - Weitenbergalm - Pfunders - Vintl

Distanz : 52 km

Höhenmeter : 1655

Dauer : 08:08:26 (inkl. Pausen, Weg suchen usw.)

Höchster Punkt : Pfundererjoch 2565m

Morgens beim aufstehen der bange Blick nach draußen zum Wetter : tiefe graue und schwarze Wolken die dicht an der Hütte vorbei zogen, dazu Nieselregen und starker Wind - prima! Das schlechte Wetter hatte uns also doch verfolgt. Nach dem Hüttentypischen Frühstück ( Brot, Butter, Marmelade, Schmelzkäse ) ging es für uns wie für alle anderen Biker auf der Hütte erst in die Regenklamotten und dann auf die Schiebepassage zum Schlüsseljoch.

Falls die alte Militärstraße zum Schlüsseljoch jemals fahrbar war muss das etliche Jahre zurück liegen. Ausgewaschen, steil, loses Geröll, Matsch, Dreck und Wasser machten an vielen Stellen das Fahren besonders mit Rucksack nicht möglich. Ab und an gab es Stellen zum fahren, diese aber selten. Zum Glück waren es nur 300hm von der Enzianhütte bergauf so dass wir bald oben standen.

Vom Schlüsseljoch hat man eigentlich einen tollen Blick zum Brenner und ins Eisacktal. Nicht heute, die Wolken hingen immer tiefer, der Regen hörte nicht auf und es war sehr windig, so dass wir schnell das übliche Gipfelfoto schossen und uns in den Downhill nach Fussendrass stürzten.

Die Abfahrt machte richtig Spaß, denn es war erstaunlich trocken und der Regen hörte auch auf. Da ließ sich auch das kilometerlange Geschüttel aushalten. Unterwegs trafen wir drei Biker aus Bayern die wie wir auf der Enzianhütte übernachtet hatten und zum Pfundererjoch wollten. Gemeinsam fuhren wir weiter. In Fussendrass ein kurzes flaches Stück und dann ging es zur Sache! 10 km nur bergauf, mit einer durchschnittlichen Steigung von 15-18%, manche Rampen hatten weit über 20%! Aber es half alles nix, da mussten wir rüber.

Es fing wieder an zu regnen, es wurde immer kälter, immer steiler -Urlaub?

Nach der Bachüberquerung auf ca. 2000m ging es fahrenderweise nicht weiter. Vor uns türmte sich die Felswand des Pfundererjoch auf, und nur ein paar Biker in der Felswand ließen den schmalen Serpentinenweg erahnen. Der Wind wurde immer stärker und sorgte dafür, dass unsere Finger trotz langer Handschuhe fast taub waren. Nach 2,5 Std. hatten wir die Plackerei hinter uns und erreichten das Pfundererjoch auf 2565m Höhe. Der Anblick und die äußeren Umstände waren wirklich extrem. Es lag Schnee, der Wind wehte uns fast vom Joch und die 2 Grad fühlten sich aufgrund des Windes mindestens wie minus 10 Grad an! Auch hier wieder schnell ein Foto schießen und nix wie weg zur Weitenbergalm!

Der Trail bergab war bis auf wenige Teilstücke komplett fahrbar und machte trotz der Kälte wieder viel Spaß. An der Weitenbergalm angekommen machten wir eine lange, fast 3 stündige Pause um uns und unsere durchgeschwitzten Klamotten in der geheizten Stube wieder aufzuwärmen. Die Stube war rappelvoll mit anderen Bikern, die den gleichen Weg hinter sich hatten wie wir. Auch die drei Jungs aus Bayern trafen wir wieder, und bei Bergkäse, frischem Brot & Butter ließen wir es uns gut gehen.

Dann begaben wir uns aber doch auf die Abfahrt nach Vintl. Zunächst auf gut fahrbarem Schotter, wird der Weg ab Pfunders zur Straße auf der man es richtig laufen lassen konnte. Und je tiefer wir kamen umso sonniger und wärmer wurde es -na endlich, das hatten wir uns nach der Kältehölle oben am Joch verdient. Ein Zimmer fanden wir nach gut 1 Std. im Gasthof Brugger ( leider keine Homepage oder E-Mail-Adresse ) wo wir für 32 Euro pro Nase unterkamen. Das Abendessen konnten wir in der Sonne auf der Terrasse genießen, und so schöpften wir Hoffnung für den nächsten Tag. Abends wurden noch die Klamotten gewaschen und früh ging es ins Bett.

_________________________________________

Montag, 07.08.2006 Vintl - St. Vigil / 3. Etappe

Vintl - Vill - Zumis - Starkenfeldhütte - Astjoch - Wieserhof - St. Vigil

Distanz : 56,86 km

Höhenmeter : 2086

Dauer : 08:14:23 (inkl. Pausen, Weg suchen usw.)

Höchster Punkt : Astjoch 2165m

Der Blick nach draußen nach dem Wetter wurde morgens fast schon zur Gewohnheit. Und wieder waren dicke graue Wolken zu sehen, der Wind hatte nicht nachgelassen aber - es regnete nicht! Na, wenigstens etwas. Also frühstückten wir ausgiebig und machten uns auf den Weg. Der heutige Tag sollte die meisten Höhenmeter bringen, von denen die meisten schon beim ersten Anstieg zur Starkenfeldhütte vernichtet werden sollten. Wir fuhren zuerst aus Vintl auf Asphalt raus, wechselten auf die andere Seite der Eisack und landeten auf einem schönen Trail der uns Richtung Dolomiten brachte, denn dahin sollte es heute gehen: nach St. Vigil in den Dolomiten.

Der Trail endete leider zu schnell in der Nähe von Mühlbach, von wo aus es zunächst mal mäßig ansteigend auf Asphalt Richtung Vill ging. Hier versorgten wir uns in einer Bäckerei mit Reiseproviant. Der Straße, die nur wenig Verkehr aufwies, folgten wir bis zum Waldrand und bogen schließlich auf die steilen Schotterserpentinen zum Parkplatz Zumis ab. Nach einigen Km ging es fahrenderweise wieder mal nicht weiter, und nicht zum ersten mal auf dieser Tour kamen wir zu dem zweifelhaften Vergnügen wegen eines Trails die Hauptroute verlassen zu müssen. Zweifelhaft deswegen weil der Schotterweg durchaus fahrbar gewesen wäre, dieser Trail jedenfalls war es nicht und wir mussten ganz schön keulen um die Rampe hochzukommen. Ärgerlich, lieber hätten wir den Trail links liegen gelassen und wären den Schotterweg weiter gefahren. Aber was soll man machen wenn GPS und Roadbook einem hier entlang führen?

Ab dem Parkplatz Zumis folgte dann der eigentlich schönste Teil der Route. Ein stetig ansteigender, aber nie zu steiler Weg lief direkt auf der Kammlage entlang zur Starkenfeldhütte. Hier waren auch viele Wanderer unterwegs, aber der Weg war breit genug und man kam sich nicht in die Quere. An der Hütte angekommen hatte man einen tollen Rundumblick auf die Alpen und die Dolomiten. Aber wieder mal war der Wind zu stark, und auf der Terrasse war es uns echt zu kalt, also ab in die geheizte Stube, wo wir leckere Nudeln & Polenta verdrückten und uns mit heißem Kakao aufwärmten.

Einer der Kellner, ein junger Südtiroler, jammerte, dass dieses Wetter eigentlich im Spätherbst so auftreten würde. Toll, hatten wir uns also in der Jahreszeit geirrt? Nach der Pause fuhren wir auf Schotter weiter bergauf, und eh wir uns versahen standen wir auf dem Astjoch - zwar nicht geplant, aber der Blick war trotzdem schön. Hier wollten wir zwar nicht hin aber was soll’s! Waren ja nur 10 Grad, da macht man gerne kilometerweite Umwege, z.b. einen steilen Hang bergab über eine Kuhweide weil der Bauer den Weg mit einer neu gebauten Hütte versperrte! Wir ließen das Astjoch hinter uns und suchten den Trail, der uns Richtung St.Vigil bringen sollte. Hätten wir kein GPS gehabt -wir hätten den Weg wahrscheinlich erst nach stundenlangen suchen entdeckt. Der Trail war nicht mehr von Anfang an vorhanden, wir mussten erstmal Niemandsland überqueren bis wir endlich die Pfadspur gefunden hatten.

Der Trail wäre ja ganz nett gewesen, hätte er sich nicht in ständig wechselnden Rampen über den Berg gezogen. Ein paar Meter rauf, wieder runter, wieder rauf, wieder runter - das zog an unseren Nerven und ließ unsere Laune sinken. Aber wir merkten bald, dass das vom echt miesen Wetter kam, bei Sonnenschein und blauem Himmel hätten wir die zugegeben tolle Landschaft um uns herum viel besser genießen können. So war es wieder mal notwendige Plackerei um ans Ziel zu kommen. Der Trail endete an einem Schotterweg den wir erstmal lange nicht verließen und mit viel Tempo bergab bolzten. Klasse, endlich wieder mal Spaß! Der verging uns dann beim nächsten Anstieg, denn wir hatten langsam genug. Es war weiterhin kalt und windig, und das zog uns wirklich die letzten Körner aus den Knochen. Vom Wieserhof führte eine einsame Straße bergauf Richtung St. Vigil. Plötzlich wieder bergab, nanu, hatten wir uns verfahren? Nein, die Route stimmte. Also ab nach unten. Dort angekommen die letzte böse Überraschung am heutige Tag: wieder bergauf, und das noch auf einer viel befahrenen Straße! Aber wie so oft, was soll’s, es sind nur noch ein paar Km und die schafften wir schließlich auch noch.

Von der Tourismus-Information in St. Vigil bekamen wir in der Pension La Bercia ein Doppelzimmer zugewiesen was sich als Volltreffer zeigte. Am Waldrand gelegen und daher total ruhig, ein uriges gemütliches Zimmer, nette Chefin und - Wäscheservice! Super und empfehlenswert! Und mit 30 Euro gar nicht mal so teuer.

Abends trafen wir wieder einmal die drei Biker aus Bayern in einem Ristorante, und so wurde es noch ein langer und netter Abend bei Pasta, Pizza, Vino und Dolci.

 

_______________________________________________

Dienstag, 08.08.2006 St. Vigil - Sterzing / 4. Etappe

St. Vigil - Maria Saalen - St.Lorentzen - Mühlbach - Brixen - Sterzing

Distanz : 98,33 km

Höhenmeter : 1488

Dauer : 09:00:43 (inkl. Pausen, Weg suchen, Reparatur)

Höchster Punkt : Strada Panoramica hinter St. Vigil, 1190m

Der heutige Tag sollte eigentlich eine Überführungsetappe werden, da wir ab morgen von Sterzing aus auf unserer eigentlich geplanten Route weiter fahren wollten. Knapp 60km und etwas mehr als 1000hm hatten wir für den heutigen Tag veranschlagt. Ruhig und locker nach den beiden vorangegangenen schweren Tagen wollten wir es angehen lassen. Und auch das Wetter spielte endlich mit, blauer Himmel und Sonne!

Nach einem guten und ausgiebigen Frühstück und in frisch gewaschene Klamotten gekleidet ging es aus St. Vigil raus und dann auf die alte Straße zurück Richtung Pustertal bergauf. Eine einsame, durch schönes Waldgebiet führende Straße schraubte sich in stetigen Serpentinen nach oben. Die Ausblicke lohnten sich auch endlich, keine dicken grauen Wolken versperrten die Sicht. Maria Saalen und die dazugehörige Burg wurden kurz vor Bruneck passiert. Hier wechselten wir auf die Südseite des Pustertals um in den Wald Richtung Mühlbach abzubiegen. An Vintl, unserem Ziel des 2. Tages würden wir zwar vorbei kommen, wollten aber nicht auf der Straße daran vorbei sondern eben im Wald wo die Karte schöne Waldwege und Trails versprach. Über einen wunderschönen Waldweg ging es mal bergauf und mal bergab, zum ersten Mal machte es uns auf der Tour so richtig Spaß bergauf zu fahren, das Wetter war halt endlich nach unserem Geschmack.

Oberhalb von Vintl fuhren wir am Hoferer Hof vorbei und fanden auch nach einigem Suchen den weiter führenden Weg Richtung Mühlbach. Plötzlich war aber Schluss, der Weg endete an einem Bach, und der bergauf führende Weg sollte laut Karte Richtung Lüsener Alm gehen -das war aber ganz und gar nicht unsere Richtung. Also fuhren wir den Weg zurück und suchten einen Wanderweg, der direkt nach Mühlbach runter gehen sollte.

Auf dem Downhill nach Mühlbach passierte es. Ich wollte an einer Kurve kurz ausklicken, kam nicht aus den Pedalen und kippte wie in Zeitlupe nach links um. Zwar tat ich mir nicht weh, aber irgendwie hatte der Umwerfer etwas abbekommen - er war verbogen! Ich konnte kaum noch richtig schalten, aufs große Blatt ging es gar nicht mehr -was tun? Nach Bruneck fahren und einen Shop suchen? Oder besser nach Brixen, die Stadt ist größer und bestimmt besser in punkto Bike ausgerüstet?

Wir entschieden uns, direkt nach Mühlbach abzufahren und nach Brixen abzubiegen statt wie geplant über Aicha nach Sterzing zu fahren. Das kostete zwar einen Umweg von gut 20km, aber es gab keine andere Möglichkeit. Aber das Pech ging weiter, wir fanden den Trail nach Mühlbach nicht, und ehe wir uns versahen waren wir wieder genau da gelandet wo wir von Maria Saalen aus kommend gestartet waren, nämlich in St. Lorenzen. Alles Schimpfen half nix, wir fuhren auf dem Radweg, jetzt wieder im Pustertal, Richtung Vintl und nach Brixen. In Mühlbach machten wir Pause und erfuhren, dass es dort einen Bikeshop gab. Super! In einem Cafe warteten wir auf das Öffnen des Geschäfts. Dort mussten wir erfahren, dass der Mechaniker nicht aufzutreiben war. So ein Mist! Fast 2 Std. umsonst gewartet. Es half alles nix, wir mussten nach Brixen. Über viele Umwege - darunter eine Schiebepassage an einem Steilhang und ein wunderschöner Trail an der Etsch entlang gelangten wir nach Brixen und fanden einen Bikeshop, der schnell und unkompliziert den Umwerfer richtete.

Endlich machten wir uns auf den Weg nach Sterzing. Um so schnell wie möglich ans Ziel zu gelangen fuhren wir auf dem Radweg an der Etsch entlang. Und der kostete uns die letzten Nervern und die letzte Kraft! Es ging ständig rauf und runter, über 30km zog sich der Weg so hin. An manchen Stellen hatten Erdrutsche den Radweg zerstört und wir mussten wieder mal schieben. Wäre das Wetter nicht so gut gewesen, wir hätten wahrscheinlich den Zug genommen! So erreichten wir müde und ausgepumpt abends um 18:30 Uhr Sterzing, um dort zu erfahren, dass das von mir gebuchte Hotel sich außerhalb von Sterzing befand wohin wir noch ein paar Km und auch noch ein paar Höhenmeter zu fahren hatten.

Das Zimmer im Hotel Schaurhof war gemütlich und geräumig, die Wirtsleute nett und das dreigängige Abendessen mehr als schmackhaft. Das alles für 42 Euro. So nahm der Tag doch noch ein versöhnliches Ende, trotz Pleiten, Pech und Pannen.

______________________________________________________

Mittwoch, 09.08.2006 Sterzing - Schneeberghütte / 5. Etappe

Sterzing - Riednaun - Maiern -Moarerberghof - Schneebergscharte - Schneeberghütte

Distanz : 32,26 km

Höhenmeter : 1968m (davon ca.650 m Schiebe- und Tragepassage zur Schneebergscharte)

Höchster Punkt : Schneebergscharte 2680m

Und wie an jedem Morgen geht unser erster Gang nach dem Aufstehen zum Fenster. Blick nach draußen: Sonne und blauer Himmel! So hatte auch der gestrige Tag angefangen und geendet, hatten wir es endlich geschafft und das gute Wetter auf unserer Seite? Wir machten uns bereit, gingen zum reichhaltigen Frühstücksbuffet und fuhren dann los. Einer der höchsten Punkte wartete heute auf uns, die Schneebergscharte, zu der man nur über eine lange Schiebe- und Tragepassage kommt.

Wir fuhren an Sterzing vorbei und erstmal für längere Zeit flach durchs Etschtal, bevor wir kurz vor Riednaun nach Westen in das gleichnamige Tal abbogen. Dieses Tal hat eine interessante Geschichte zu erzählen: Seit Jahrhunderten, wenn nicht schon seit vielleicht Tausenden von Jahren, lebten die Menschen in diesem Tal vom Bergbau, der seine Blütezeit im 15. und 18. Jahrhundert erlebte. Hiervon Zeugnis ablegen können das Bergbaumuseum in Maiern am Talschluss und die Schneeberghütte in St. Martin am Schneeberg, unserem heutigen Ziel, welche früher das Verwaltungshaus des höchstgelegenen Erzbergwerks Europas war.

Nachdem wir durch Riednaun durchgefahren waren ging es eine wenig befahrene Asphaltstraße steil nach oben, diese mündete bald in einen Schotterweg und dieser wiederum in einen schönen Trail, der uns am Berghang entlang durch Wald über das Tal führte.

Der Trail endete an einer Straße der wir bergab folgten und nun auf die Hauptstraße einbogen die nach Maiern führte. Hier blieben wir nicht lange, kauften nur ein wenig zu essen und zu trinken ein und nahmen die äußerst steile Schotterpiste zur Moarerbergalm in Angriff. Vorher kamen wir am Bergbaumuseum vorbei, das von zahlreichen Touristen besucht wurde.

Als wir uns die steile Schotterpiste hoch kämpften sahen wir die Wolken, die uns nun schon seit Tagen begleiteten und nie gutes verhießen. Und so war es auch diesmal, es fing an zu regnen! Also das übliche Spiel: anhalten, Regenklamotten auspacken, anziehen, weiterfahren. Der Regen blieb uns treu bis zur Moarerbergalm, wo wir Pause machten. Wieder mal in der Gaststube drinnen und nicht draußen, wie wir es auf dem Alpencross letztes Jahr oft machen konnten. Wir tranken heiße Schokolade und ruhten uns aus bevor es ernst wurde. Denn direkt hinter der Hütte begann die Tragepassage zur Schneebergscharte. Und mit Tragepassage ist auch eine solche gemeint, schieben war hier nicht mehr möglich. Für Marc wurde es besonders schlimm, der Rahmen seines Cannondale Raven ist einfach ungeeignet zum Tragen, so musste er sein Bike immer wieder stückweise anheben und absetzen, und das die ganze Tragepassage entlang! Ich dagegen konnte sein Bike auf den Rucksack heben und die Tragepassage recht locker angehen.

Wir kletterten also auf dem ehemaligen "Knappensteig" zur Scharte, der früher die Bergleute zu ihren Arbeitsplätzen brachte. Angesichts der Mondlandschaft um uns herum fand ich es unglaublich, welche Strapazen Menschen früher auf sich nahmen um Geld zu verdienen. Für die atemberaubenden Schönheiten hier oben hatten die sicher kein Auge. Wir auch nicht so wirklich, denn der Regen mischte sich mit Schnee, der Wind wurde wieder stärker und es grummelte bedrohlich. Also beeilten wir uns etwas, nicht ohne unterwegs dennoch das ein oder andere Foto zu machen.

Nach knapp 2,5 Std. hatten wir es geschafft und standen auf der Schneebergscharte! Unter uns gut zu erkennen: das ehemalige Bergarbeiterdorf St. Martin am Schneeberg und die Schneeberghütte. Wir machten das übliche Gipfelfoto und los ging’s zum finalen Downhill, der nach einer kurzen Schiebepassage viel Spaß machte. In der Schneeberghütte selbst wurden wir aufs angenehme von den Einrichtungen überrascht: geräumige, gemütliche Zimmer, beheizte Schuhständer, warme saubere Duschen und ein beheizter Trockenraum, in dem unsere gewaschenen Klamotten schnell trocknen sollten. Nach einem ausgezeichneten Abendessen fielen wir recht früh um 21:30 Uhr müde ins Bett.

______________________________________________________________

Donnerstag, 10.08.2006 Schneeberghütte - Stettiner Hütte / 6. Etappe

Schneeberghütte - Rabenstein - Timmelsjochstraße - Moos - Pfelders - Lazins - Stettiner Hütte

Distanz : 36,84 km

Höhenmeter : 1966 (davon knapp 1100 Schiebepassage zur Stettiner Hütte)

Dauer : 07:49:38 (inkl. Pausen, schieben, Weg suchen)

Höchster Punkt : Stettiner Hütte 2850m

Nach einer sehr ruhigen Nacht wurden wir durch den Handy-Wecker aus dem Bett geschmissen. Obligatorischer Blick aus dem Fenster: blauer Himmel und Sonne, aber das war uns mittlerweile egal, denn die letzten Tage hatten alle so begonnen, aber spätestens nach 2 Stunden hatte uns das schlechte Wetter wieder eingeholt. Petrus, von dir lassen wir uns nicht mehr veräppeln!

Dem hüttentypischen Frühstück ( siehe auch Tag 2 ) folgte anschließend ein ausgedehnter Fotospaziergang, denn bei dem Wetter musste man einfach Fotos der unglaublichen Bergwelt machen. Dann ging’s los und wir fuhren den Knappensteig runter, diesmal Richtung Moos in Passeiertal. Der gut fahrbare Weg führte bis runter ins Tal, an der nächsten Wegbiegung aber ging es für uns Richtung Rabenstein auf einen Trail. So hatten wir es geplant, aber nach gut 20 Minuten verfluchte ich diese Planung. Der Trail, landschaftlich wunderschön, war vom Untergrund her für mich und mein Hardtail sehr schlecht fahrbar, natürlich tat der Rucksack sein übriges. Trotz runter gestelltem Sattel musste ich oft ausklicken und mich mit den Füßen abstützen. Für Marc und seinem Fully war hier „Fun-Zone“ angesagt. Letzten Endes war ich aber doch froh diesen Trail gefahren zu sein.

Der Trail endete an der Timmelsjochstraße, diese überquerten wir und der Weg führte weiter, ging aber in Schotter über. Durch ein wunderschönes, tief eingeschnittenes Tal mit einem Fluss führte uns der Weg immer weiter Richtung Moos. Leider endete der Weg an einer Asphaltstraße, auf der die Abfahrt weiter ging. In Moos angekommen der übliche Stopp an einem Supermarkt, eine kleine Pause und es ging weiter aus Moos hinaus. Direkt hinter Moos bogen wir von der Straße ab und folgten wieder mal einer wenig befahrenen Straße hoch nach Pfelders am Fuße der Texelgruppe. Dort wartete der schwierigste Abschnitt der diesjährigen Tour, die 6km lange Schiebepassage zur Stettiner Hütte, fast 1200hm sind dabei zu überwinden! Das alles auf einer alten Militärstraße.

Die Auffahrt nach Pfelders kann als sehr unspektakulär bezeichnet werden, die Berge um uns herum waren es aber nicht! Bergriesen jenseits der 3000er Marke säumten den Weg, an den Hängen waren Kuh- und Schafherden zu beobachten. Natur pur. Außerdem erfreulich wenige Wanderer -noch.

In Pfelders selbst hielten wir uns nicht lange auf sondern fuhren direkt weiter zur Lazinsalm, jetzt endlich wieder auf Schotter. Auch der „Verkehr“ hatte zugenommen, viele Wanderer waren unterwegs, aber anhand der Ausrüstung konnte man gut erkennen dass viele nur eine Tagestour vorhatten und nicht wie wir zur 2850m hoch gelegenen Stettiner Hütte wollten. Nach der Pause an der Lazinsalm ging es noch ein paar Km recht moderat nach oben, dann türmte sich vor uns die alte Militärstraße zur Stettiner Hütte bzw. zum Eisjöchl auf.

Mussolini hatte diese Piste bauen lassen um sämtliche Berge im Falle einer Invasion kontrollieren zu können. Anders als im 1. Weltkrieg kam es aber in den italienischen und österreichischen Alpen im 2. Weltkrieg zu keinen großen Kampfhandlungen, denn Österreich und Italien gehörten den Achsenmächten mit Deutschland an.

Serpentine um Serpentine folgte, aber im Gegensatz zur Tragepassage am Schneeberg gehört die Schiebepassage zum Eisjöchl trotz der knapp 1200 hm zu der gemäßigteren Sorte, denn es war niemals so steil dass man tragen musste, ein paar Abschnitte waren sogar fahrbar. Auf ca. 2500m eine Überraschung; ein Bagger, hier oben! Wie ist der bloß hier raufgekommen, die Piste ist dafür in einem zu schlechten Zustand. Wir konnten uns das nur damit erklären, dass der Bagger in Einzelteilen per Materialseilbahn hier hoch geschafft und dann zusammengebaut wurde. Natürlich hatte es inzwischen wieder angefangen zu regnen. Je höher wir kamen umso kälter wurde es und der Schnee ging in Hagel über!

Zum Glück hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits das Gröbste hinter uns und wir erreichten um ca. 17 Uhr die Stettiner Hütte . Böse Überraschung; keine Duschen! Der Generator konnte bei der Kälte nicht genug Strom für Küche und Duschen produzieren. So blieb nur eine Katzenwäsche mit wirklich eisigst kaltem Wasser. Wenigstens die Stube war geheizt. Wir kamen schnell mit unseren Tischnachbarn ins Gespräch und es wurde ein netter, etwas feuchter Abend ( sowohl in der Hütte als auch draußen, da schneite und hagelte es ) mit einigen Schnäpsen und Weizenbieren. Das half dann auch, um in dem engen aber sauberen, voll belegten Achtbettzimmer schlafen zu können.

 

_______________________________________________________

Freitag, 11.08.2006 Stettiner Hütte - Afing ( Sahrntaler Alpen )

Stettiner Hütte - Eishof - Naturns - Meran - Hafling - Flaas - Afing

Distanz : 82,44 km

Höhenmeter : 1698

Dauer : 10:14:59 (inkl. Pausen, Weg suchen und wieder mal schieben)

Höchster Punkt : Eisjöchl auf 2900m

 Der nächste Morgen zeigte fast das gleiche Wetter wie gestern, wolkig, duster, kalt und windig. Wir freuten uns auf die hoffentlich warmen Temperaturen in Meran und brachten das – na klar – hüttentypische Frühstück hinter uns. Jetzt ging es erst mal noch ein paar Höhenmeter schiebender weise bergauf zum Eisjöchl, bevor die längste Abfahrt der Alpen auf uns wartete. Wir schoben und merkten die dünne Luft hier oben, wir keuchten wie zwei Asthmakranke! Am Eisjöchl angekommen machten wir einige Fotos, so hoch oben waren wir immerhin noch nie gekommen! Fast 2950m hoch! Und Fotomotive gab’s hier genug.

Nach der Fotosession schoben wir noch ein paar Meter bergab und der Spaß konnte beginnen.

Über 25km bergab, zuerst auf Trail, dann ab dem Eishof auf Schotter und schließlich zum Schluss auf Asphalt hinunter ins Schnalstal. Eine unglaublich lange und tolle Abfahrt mit atenberaubenden Ausblicken in die Texelgruppe. Zu schnell ging dieser Downhill vorbei.

Im Schnalstal selbst ging es flach bis abschüssig weiter bis Naturns, wo wir wieder eine Proviantpause einlegten. Dann weiter nach Meran, und natürlich fing es an zu regnen! Zum Glück waren wir auf einem flachen Radweg, da war es nicht so schlimm. Es hörte zwar vor Meran auf zu regnen, aber die Wolken hinter uns wurden immer dunkler, ständig neuer Nachschub. Wir entschieden uns, einfach durchzufahren und den Anstieg durch die Sahrntaler Alpen nach Afing, unserem heutigen Ziel, in Angriff zu nehmen. Es ging aus Meran raus sofort steil nach oben auf einer wenig befahrenen Straße durch Weinberge hindurch. Die Straße führte dann durch Wälder und die Landschaft wurde zusehends langweiliger. Außerdem regnete es – unsere Stimmung war so ziemlich an einem Tiefpunkt angelangt. Als wir uns verfuhren und wieder einmal wegen „einem blöden, beschissenen, steilen und unfahrbaren Trail“ ( O-Ton Marc ) einen unnötigen Umweg fahren mussten ging es mit unserer Stimmung gar nicht mehr tiefer. Außerdem bekam ich starke Kopfschmerzen, das wechselhafte Wetter forderte seinen Tribut.

Der Trail war definitiv nicht fahrbar, wir fragten uns, wer sich solche Strecken ausdenkt. Was hat man davon, wenn man mitten im Wald nichts von der Landschaft sieht und einen Trail hochschiebt? Tausendmal lieber wären wir einen Schotterweg oder Straße gefahren. Kurz vor Hafling hatte die Schieberei ein Ende und wir konnten auf Straße weiter fahren. In Hafling machten wir Pause, das Wetter wurde besser und meine Kopfschmerzen auch. Vielleicht nahm ja der Tag doch noch ein gutes Ende -gut begonnen hatte er ja.

Als wir auf Schotter bergauf Richtung Auener Jöchl fuhren bemerkten wir, dass es vor uns immer schwärzer wurde. Es blitze orange und gelb in den Wolken auf -welch ein Anblick! Für uns bedeutete dies allerdings nichts gutes, denn genau da wollten wir hin! Kurzer Blick in die Karte und aufs GPS und die Entscheidung stand fest: das Auener Jöchl wird links liegen gelassen und wir fahren direkt nach Afing. Das gestaltete sich aber schwieriger als es auf der Karte erschien, es ging von nun an ständig bergauf und bergab durch die zugegeben sehr schönen Sahrntaler Alpen. Wir befuhren außerdem Trails und einsame Wanderwege. Noch hielt das Wetter. In einem kleinen Dorf fragten wir eine Bäuerin nach dem rechten Weg, und zum Glück kannte sich die Frau gut aus und beschrieb uns eine Wegvariante, die sich als tatsächlich gut und schnell fahrbar erwies.

Wir mussten zwar in einem Wald noch mal kurz nach oben und dann noch mal auf die Straße, aber dann hatten wir es geschafft und waren in unserer Pension Reichhalter angekommen. Fünf Minuten nach Ankunft öffnete der Himmel seine Schleusen und es fing fürchterlich an zu regnen. Jetzt wären wir wahrscheinlich erst vom Auener Jöchl herunter gekommen. Das nennt man Punktlandung! Der Abend verlief dann wie üblich: gutes reichliches Abendessen und ab ins Bett!

 

__________________________________________

Samstag, 12.08.2006 Afing - Tramin / 8. Etappe

Afing - Jenesien - Bozen - Montiggler Seen - Tramin

Distanz : 52,08km

Höhenmeter : 739hm

Dauer : 07:04:51

Höchster Punkt : nahe Jenesien auf 965m

Der letzte Tag! Und heute sollte es zum Abschluss mal locker werden, gerade mal 52km und knapp 800 hm standen heute auf dem Plan. Und eine Cappuccino – Pause in Bozen hatten wir eh fest eingeplant. Zunächst aber mussten wir von Afing aus wieder mal bergauf, und das gleich früh am Morgen. Aber auf Asphalt ging das recht schnell vorüber und wir erblickten bald unter uns Bozen.

Über einen schönen geschotterten Wanderweg ging es bergab nach Bozen rein und an der Etsch entlang ins Zentrum. Dort angekommen sicherten wir uns einen der letzten Plätze in einem Cafe am Waltherplatz und streckten die Beine aus. Es war sonnig, angenehm warm und der Cappuccino schmeckte auch. Warum beendeten wir die Tour nicht einfach hier, nach gerade mal 22km?

Nach einer langen Pause ging es weiter aus Bozen hinaus nach Frangart, wo der definitiv letzte Anstieg der Tour auf uns wartete. Wir passierten Frangart und bogen nach Süden ab in Richtung Weinberge. Eine schöne, nicht zu steile Asphaltstraße führte durch Weinberge und Wälder, wunderschön. Dann folgte ein super Trail bergauf in einen Wald hinein, und ehe wir uns versahen waren wir schon ganz in der Nähe der Montiggler Seen, wo wir die nächste Pause eingeplant hatten, denn wieder einmal sah es nach ganz schlechtem Wetter aus.

Über schöne Wander- und Waldwege ging es bergab und wir waren da. Die Montiggler Seen sind eine kleine Seenplatte, die sich auf einem Hochplateau erstreckt, alles hier ist vulkanischen Ursprungs. An einem der größeren Seen gab es ein Ausflugslokal, und dort machten wir dann Pause. Wir saßen keine 10 Minuten, als es anfing zu regnen – und wie! Es schüttete teilweise wie aus Eimern, also verzogen wir uns nach drinnen.

So saßen wir Stunde um Stunde, und das Wetter wollte und wollte nicht besser werden. Nach geschlagenen drei Stunden nervte ich mich so lange, bis ich Marc weich gekloppt hatte und wir im strömenden Regen weiter fuhren. Aber es waren ja gerade mal noch ca. 15km bis nach Tramin, dazu noch bergab, also was sollte schon groß passieren außer wieder mal nass zu werden? Also fuhren wir weiter und erreichten dann am frühen Nachmittag unser endgültiges Ziel Tramin, wo wir im Hotel Wiesenheim Quartier bezogen – mit Wäscheservice!

Später machten wir vor dem Essen einen kleinen Bummel durch das historische Weindorf, und in einer Pizzeria aßen wir sehr gut zu Abend. Das Wetter hatte sich beruhigt und die Sonne kam heraus: ein versöhnlicher Abschluss unseres „Winter-Urlaubs“!

 

_____________________________

Sonntag, 13.08.2006 / Rückfahrt

Am nächsten Morgen - blauer Himmel und Sonne, und diesmal weit und breit nichts zu sehen von Wolken oder ähnlichem! Anscheinend hatte sich endlich das gute Wetter durchgesetzt, leider für uns zu spät. Nach einem sehr reichhaltigen Frühstück fuhren wir nach Auer zum Bahnhof und mit dem Zug zum Brenner. Hier, wie letztes Jahr: raus aus dem Zug, ab auf die alte Passstraße und Abfahrt nach Innsbruck! Das Wetter war spitzenmäßig, sonnig und warm! In Innsbruck stiegen wir in den Zug nach Scharnitz, dort stiegen wir aus und fuhren per Bike auf einem schönen Waldweg runter nach Mittenwald. Hier trennten sich Marc`s und meine Wege. Ich wollte mit meiner Freundin noch eine Woche Urlaub im Stubaital machen und Marc machte sich weiter mit dem Zug über München nach Hause.


________

FAZIT :

Es hätte alles viel schlimmer kommen können. Zwar war es oft kalt und regnerisch, aber gerade auf den schwierigen Abfahrten hatten wir es immer trocken, und das kann man gar nicht hoch genug einordnen. Höhepunkte waren zweifelsohne die Etappen zur Schneeberghütte und übers Eisjöchl, aber auch das Pfundererjoch war landschaftlich gesehen ein Highlight. Das Astjoch nahe St.Vigil kann man fahren, es ist aber auch kein großer Verlust wenn man es auslässt und stattdessen über den Bannwaldweg nach St.Vigil fährt, das ist auch landschaftlich die schönere Variante. Am schlimmsten fanden wir wohl beide den Radweg an der Etsch entlang nach Sterzing, ständig rauf und runter auf Asphalt, einzig der Ausblick auf die Berge ringsum entschädigt für die langweilige Streckenführung. Wäre das Wetter besser gewesen hätte wohl alles in einem besseren Licht dagestanden.